Was kostet eine E-Mail-Marketing-Agentur?

Zwischen 500 und 8.000 € im Monat, meist als Retainer. Was dich innerhalb dieser Spanne nach oben bewegt, sind Strategie, Copy und Design, nicht die Menge der verschickten Mails. Unten stehen die drei Preismodelle, was nicht in der Gebühr steckt und wie du ausrechnest, ob es sich lohnt.

Kurze Antwort: Die meisten E-Mail-Marketing-Agenturen verlangen zwischen 500 und 8.000 € pro Monat als Retainer, je nach Umfang, deiner Listengröße und Sendevolumen und wie viel Strategie, Copywriting und Design sie übernehmen. Projektbasierte Arbeit und Revenue-Share-Modelle gibt es auch. Unten zeigen wir, wie jedes Modell funktioniert, was du tatsächlich bekommst und wie du erkennst, ob ein Preis fair ist.

Die drei Preismodelle, die dir begegnen

1. Monatlicher Retainer (am häufigsten)

Du zahlst eine feste Monatsgebühr für einen vereinbarten Umfang: eine bestimmte Anzahl Flows, einen Kampagnen-Kalender, Copywriting, Design und Reporting. Typische Spanne: 500–8.000 €/Monat. Leichtere Projekte (ein paar Flows, ein, zwei Kampagnen im Monat) liegen unten; Full-Service-Retention-Programme für große Listen liegen oben. Dieses Modell passt zu Marken, die E-Mail Monat für Monat komplett abgegeben haben wollen.

2. Projektbasiert / einmalig

Ein Fixpreis für ein konkretes Ergebnis: ein Flow-Aufbau, eine Klaviyo-Migration oder ein Retention-Check. Rechne grob mit 2.000–10.000 € pro Projekt, je nach Komplexität. Gut, wenn du eine Sache gut erledigt haben willst statt laufender Betreuung.

3. Revenue-Share / Performance

Die Agentur nimmt einen Prozentsatz des E-Mail-zugeordneten Umsatzes, meist 5–15 %, manchmal zusätzlich zu einer kleineren Grundgebühr. Das richtet die Anreize aus, aber pass beim Attributionsmodell auf: Klärt vorher, was als „E-Mail-zugeordnet" zählt, bevor du unterschreibst.

Faustregel: Für eine Shopify- oder DTC-Marke mit 50 Tsd. bis 2 Mio. € Jahresumsatz sollten E-Mail und Retention das ROI-stärkste Marketing sein, das du machst. Die eigentliche Frage ist nicht „Was kostet das?", sondern „Was bringt mir das zurück?". Eine gute Agentur macht diese Rechnung offensichtlich.

Was den Preis wirklich treibt

  • Listengröße und Sendevolumen: mehr Abonnenten und mehr Sendungen bedeuten mehr Arbeit und höhere Plattformgebühren.
  • Anzahl der Flows und Kampagnen: Ein Welcome-Flow ist eine Sache; ein vollständiges Lifecycle-Programm mit Win-Back, Post-Purchase und VIP-Flows eine andere.
  • Copywriting und Design dabei? Agenturen, die jede Mail schreiben und gestalten, kosten mehr als solche, die nur Automationen konfigurieren.
  • Strategie-Tiefe: Segmentierung, Sendezeit-Logik und Test-Frameworks brauchen Expertise, nicht nur ein Tool.
  • Plattform: Klaviyo, Mailchimp, Customer.io und Postscript haben alle eigene Preise, und die werden meist zusätzlich zur Agenturgebühr abgerechnet.

Was die einzelnen Preisstufen abdecken

Eine Spanne von 500 bis 8.000 € hilft dir wenig, solange du nicht weißt, was dich von unten nach oben bewegt. Ungefähr das hier ändert sich:

Pro Monat Was üblicherweise drin ist Passt zu
500 bis 1.000 € Die wichtigsten Flows gebaut und gepflegt, wenige Kampagnen, einfaches Reporting Shops, die bei Retention bei null anfangen
1.000 bis 2.500 € Kompletter Flow-Satz, geplanter Kampagnen-Kalender, Copy und Design, Segmentierung, monatliches Testen Shops, bei denen E-Mail schon echter Umsatz ist
ab 2.500 € Alles davor, dazu mehr Strategie, mehr Creatives, SMS und feste Betreuungszeit Große Listen, mehrere Produktlinien oder Märkte

Der Sprung zwischen den Stufen ist fast nie „mehr E-Mails". Er ist, wie viel gedacht, geschrieben und gestaltet wird, bevor etwas rausgeht, und wie genau danach jemand auf die Zahlen schaut.

Was nicht in der Agenturgebühr steckt

Angebote werden gern verglichen, als wäre alles abgedeckt. Ist es nicht, und die Lücken sind immer dieselben:

  • Deine Versandplattform. Klaviyo oder Mailchimp rechnen direkt mit dir ab, und zwar nach Listengröße. Diese Rechnung wächst also genau dann, wenn das Programm funktioniert.
  • SMS. Eigenes Tool, eigene Kosten pro Nachricht, auch wenn die Agentur es betreut.
  • Fotos und Produktbilder. Gestaltet wird mit dem, was du hast. Ein neues Shooting ist ein eigener Posten.
  • Deine Marge. Der bequemste Weg, E-Mail-Umsatz gut aussehen zu lassen, ist ein Rabattcode. Frag nach, wie viel des zugeordneten Umsatzes mit einem Code kam.

Nichts davon macht eine Agentur heimlich teuer. Es heißt nur, dass der Retainer nicht die Gesamtkosten des Kanals sind, und dieses Bild willst du vollständig haben, bevor du zwei Angebote nebeneinanderlegst.

Wie du erkennst, ob sich der Preis lohnt

Dafür brauchst du kein Modell, sondern zwei Zahlen.

Die erste: Was ist dir ein zusätzlicher Wiederkauf wert? Durchschnittlicher Bestellwert mal deine Marge. Die zweite: Wie viele davon müsste das Programm im Monat bringen, damit der Retainer wieder drin ist? Teile die zweite durch die erste und du hast die ehrliche Schwelle, in Bestellungen statt in Prozenten.

Bei den meisten Shops ist diese Zahl klein genug, dass die Frage nicht mehr „können wir uns das leisten" lautet, sondern „bringt das wirklich diese Bestellungen". Genau darüber solltest du streiten, und genau das macht eine gute Agentur mit dir, bevor du unterschreibst. Wenn du die Schätzung vorher schwarz auf weiß willst, wirf deine Zahlen in den Retention-Rechner.

Ein ehrlicher Einwand dazu: Wenn dein Shop noch sehr wenig Umsatz macht, ist ein voller Retainer der falsche Kauf. Ein fokussierter Check oder ein einziger gut gebauter Post-Purchase-Flow bringt dir pro Euro mehr bei, und aufstocken kannst du immer noch, wenn der Traffic es hergibt.

Zwei Angebote fair vergleichen

Zwei Angebote für „E-Mail-Marketing" können sich um den Faktor vier unterscheiden und beide ehrlich sein. Bevor du sie in billig und teuer sortierst, leg sie auf denselben fünf Punkten nebeneinander:

  1. Leistung pro Monat, in Stück. Wie viele Flows, wie viele Kampagnen, wie viele Creative-Varianten. „Laufende Optimierung" ist keine Einheit.
  2. Wer schreibt und gestaltet. Ein Angebot mit Copy und Design macht Arbeit, die dir das günstigere still überlässt.
  3. Reporting. Welche Zahlen, wie oft, und kommst du selbst an sie ran.
  4. Kündigungsfrist. Ein bis zwei Monate sind normal. Zwölf Monate ohne Leistungsklausel sind eine Wette, die du allein eingehst.
  5. Was dir bleibt. Klaviyo-Konto, Flows, Vorlagen und Texte gehören dir, auch wenn ihr auseinandergeht. Frag explizit danach, und lass es dir schriftlich geben.

Der letzte Punkt kostet mehr Leute Geld als der Preis. Baut eine Agentur alles im eigenen Konto, oder gibt sie dir am Ende Bilder statt bearbeitbarer Dateien, dann kostet dich ein Wechsel das gesamte Programm und du fängst bei null an. Der günstigere Retainer ist nicht günstiger, wenn eine Geiselklausel drinsteckt.

Ebenfalls fragen: Wer macht die Arbeit eigentlich täglich. Manche Agenturen verkaufen den Gründer und besetzen den Account dann mit jemand anderem. Das ist nicht automatisch schlecht, aber du solltest es vor der Unterschrift wissen und nicht im zweiten Monat.

Was du fürs Geld bekommen solltest

Egal welches Modell, eine gute E-Mail-Marketing-Agentur sollte liefern:

  • Eine klare Strategie, die an Umsatz, Wiederkaufrate und Retention hängt, nicht nur an „mehr E-Mails".
  • Von Menschen geschriebene Copy und markengerechtes Design, kein autogenerierter Füllstoff.
  • Saubere Segmentierung und Sendezeit-Logik, damit die richtigen Leute die richtige Botschaft zur richtigen Zeit bekommen.
  • Transparentes Reporting, das du auch wirklich lesen kannst, und einen festen Ansprechpartner.

Warnsignale beim Agenturvergleich

  • Starre „Pakete", die deine Marke, deine Liste und deine Ziele ignorieren.
  • KI-generierte Copy, verkauft als Strategie, oder „KI-powered"-Sticker ohne etwas dahinter.
  • Keine vereinbarten KPIs: Wenn niemand vorher Erfolg definiert, kannst du auch niemanden daran messen.
  • Lange Knebelverträge ohne Performance-Garantie.

So kalkuliert real.

Wir machen keine festen Pakete. Projekte starten meist ab 500 €/Monat, und die meisten Marken investieren 500–2.000 €/Monat, skaliert auf deine Größe, deinen Umfang und die Services, die du wirklich brauchst (Retention-E-Mail-Flows, Brand Content, Ad Creatives). Und wir sichern die Arbeit mit einer 90-Tage-Garantie ab: Siehst du innerhalb von 90 Tagen keine messbare Verbesserung bei E-Mail-Umsatz, Wiederkaufrate oder Support-Ticket-Volumen, arbeiten wir kostenlos weiter, bis du sie siehst.

Häufige Fragen

Was kostet eine E-Mail-Marketing-Agentur pro Monat?

Die meisten E-Mail-Marketing-Agenturen verlangen zwischen 500 und 8.000 € pro Monat als Retainer, je nach Umfang, Listengröße, Sendevolumen und ob Copywriting und Design dabei sind. Kleinere, fokussierte Projekte können günstiger starten; Full-Service-Retention-Programme liegen höher.

Lohnt sich eine E-Mail-Marketing-Agentur für eine kleine Shopify-Marke?

Für die meisten Shopify-Marken mit 50 Tsd. bis 2 Mio. € Jahresumsatz: ja. E-Mail und Retention sind meist der ROI-stärkste Kanal, und eine gute Agentur zahlt sich über Wiederkäufe selbst. Unter rund 50 Tsd. €/Jahr Umsatz ergibt ein fokussierter Check oder ein paar Kern-Flows oft mehr Sinn als ein voller Retainer.

Was ist der Unterschied zwischen Retainer und Revenue-Share-Modell?

Ein Retainer ist eine feste Monatsgebühr für einen vereinbarten Leistungsumfang. Revenue-Share berechnet einen Prozentsatz des E-Mail-zugeordneten Umsatzes (typisch 5–15 %), die Kosten skalieren also mit den Ergebnissen. Viele Agenturen nutzen einen Hybrid: eine kleinere Grundgebühr plus eine Performance-Komponente.

Hat real. feste E-Mail-Marketing-Pakete?

Nein. Wir bepreisen jedes Projekt nach Größe, Umfang und den Services, die du brauchst, und sichern die Arbeit mit einer 90-Tage-Garantie ab. Buch ein kostenloses 30-Minuten-Gespräch für ein transparentes Angebot.

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